Die Büttenrede

11.11., es ist soweit,
Büttenreden, Fastnachts-, (Karnevals-)zeit.
Darum hat Redefutter mich gebeten,
übers Reimen heute zu reden.
Um hier im Blog korrekt zu bleiben,
ich soll nicht reden, ich soll schreiben.

Schreib' ich eine Karnevalsrede,
brauch ich 'ne Story, 'ne konkrete!
Ich setz' mich an den Schreibtisch, leise, still
und überlege mir was ich sagen will.
Diesen Inhalt schreibe ich dann auf, Satz für Satz,
nach jeder Zeile lass' ich Platz.

Suche dann für jedes Wort einen Reim
und trage den in die leere Zeile ein.
Jetzt stelle ich die Sätze um, wie mir es beliebt.
Wichtig! Dass es am Schluss auch Sinn ergibt.
So kann ich alle Phrasen killen,
die nur drin stehen des Reims willen.

Die Rede wird besonders spitze,
verarbeite ich darin ein paar Witze.
Mit Wortspielen ist auch leicht zu spaßen,
aber nur, wenn sie gut zum Thema passen.
Wie bei jeder Rede ist der gute Aufbau ein Muss,
ich brauche natürlich Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Ein Refrain hilft der Struktur auf jeden Fall
und hält das Publikum dabei am Ball.

Ich hoffe, dass diese Ausführungen hilfreich waren,
dann kann ich mir nämlich weiteres Reimen sparen.
Ich rate allen, probiert das Büttenreden an Fastnacht einmal aus,
nutzt diese Tipps und genießt den Applaus!

Über Alexander Lang

Alexander Lang ist begeisterter Redner und war Präsident des Karlsruher Redeclubs. Er bringt viel ein aus seiner täglichen Arbeit als systemischer Coach und Trainer, nimmt aber mindestens genausoviel auch wieder mit ins Berufsleben zurück. In den Jahren 2012 und 2014 erreichte er den 1. Platz im Redewettbewerb des District 59.

Homepage des Autors
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Genres, Sprache abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.